Bürger für Lärmschutz
 
 
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Es ist zu Laut!

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Stephan Marks
204 Seiten, broschiert

Regierungspräsidium soll Klarheit schaffen

ERISKIRCH - Die Initiative „Bürger für Lärmschutz" hat Eriskirchs Bürgermeister Markus Spieth gestern Abend die Unterschriften von 272 Bürgern übergeben, die sich vom Lärm der neuen B 31 belästigt fühlen. Weitere 50 Unterschriften sollen Ende der Woche noch hinzukommen - von Bürgern aus der zweiten Reihe, die sich mit jenen aus der ersten, den am stärksten vom Lärm betroffenen, solidarisieren.

Von unserem Redakteur Jens Lindenmüller

Mit den Unterschriften will die Initiative ihre Forderung untermauern, dass schnellstmöglich etwas für den Lärmschutz an der neuen B 31 getan werden muss. „Das ist kein Angriff gegen Sie, vielmehr sollen die Unterschriften Ihnen beim Gang zum Straßenbauamt den Rücken stärken", stellte Man fred Bertele, Sprecher der Initiative, gegenüber Markus Spieth klar. Ebenso, dass „wir alle froh sind, dass der Verkehr nicht mehr in Eriskirch steht, sondern durchrolit." Aber statt einer Umgehungsstraße habe man jetzt eine Schnellstraße vor der Haustüre- mit einer Lärm bei astung, die unverhältnismäßig höher sei als jemals auf der alten Straße. Für ihre Vermutung, man habe wohl am Straßenbelag gespart, hat die Bürgerinitiative inzwischen Material aufgetrieben, das diese These stützt. Manfred Bertele verwies auf eine Untersuchung der Technischen Universität Dresden, die besage, dass der verwendete Belag „Splittmastix" den Lärm nicht mindere.

In einem gesonderten Schreiben, mitgesonderten 55 Unterschriften, er- heben Mitglieder der Bürgerinitiative ihre Stimme gegen den im Dezember beschlossenen Haushaltsplan der Gemeinde Eriskirch. Sie fordern, dass bereits Mittel für Lärmschutzmaßnahmen ein gestellt werden.

Das geht Markus Spieth zum jetzigen Zeitpunkt freilich zu weit. Zum einen sei es gar nicht notwendig, da der Gemeinderat jederzeit den Bau von Lärmschutzeinrichtungen beschließen könne. Zum anderen machte er deutlich, dass „wir eine politische Diskussion über Lärmschutzmaßnahmen in der Gemeinde erst dann führen können, wenn geklärt ist, ob Verpflichtungen des. Straßenbauamts beziehungsweise des Regierungspräsidiums bestehen", so Spieth. Beide müssten zunächst Stellung beziehen, gegebenenfalls auch zu solchen Detailfragen wie jene in puncto Straßenbelag. Gestern habe er bereits mit Hartmut Kohler, dem Leiter des Straßenbauamts gesprochen. Man strebe innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen ein gemeinsames Treffen mit Vertretern der Bürgerinitiative und des Regierungspräsidiums an.

Spieth versprach, sich dafür einzusetzen, dass die Bürgerinitiative zur Vorbereitung auf dieses Treffen Einsicht in die erforderlichen Unterlagen wie Pläne und Gutachten vom Regierungspräsidium erhalte.


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