Den Nagel auf den Kopf getroffen hat mit seinem Leserbrief Herr Hilber aus Eriskirch. Dieser geplante Aufwand für eine so genannte Renaturierung des schon jahrzehntelang asphaltierten Weges durch das Eriskircher Ried und das Asphaltieren an anderer Stelle, passt doch überhaupt nicht in unsere heutige defizitäre Haushaltslandschaft. Da werden auf der einen Seite alle Bürger mit irgendwelchen Sparmaßnahmen konfrontiert, den Rentnern werden ihre selbst einbezahlten Renten teilweise vorenthalten, dafür wird dann noch um Verständnis geworben und hier werfen ein paar unverantwortliche Politiker und so genannte Planungsexperten (Straßenbauamt) des Bürgers Geld mit großen Schaufeln zum Fenster hinaus.
Sicher sinnvoller wäre das Geld in optimale Lärmschutzmaßnahmen an der neuen B31 in Eriskirch angelegt, so wie das im Vorfeld den Anwohnern zugesagt wurde. Die Verantwortlichen, insbesondere unser so "tüchtiger" Verkehrs- und Umweltminister Ulrich Müller, der für dieses knapp drei Kilometer lange Straßenstück über zehn Jahre zu dessen Realisierung braucht, das jedoch immer noch nicht optimal ist, sich aber bei der Eröffnung noch auf die Schultern klopfen lässt, steht doch hier erheblich in der Verantwortung. In der freien Wirtschaft wären die beruflichen Aussichten nach solchen Aktionen nicht sehr rosig, ist es doch des Bürgers Geld, mit dem hier leichtfertig und unverantwortlich umgegangen wird. Insbesondere muss man auch diese Festveranstaltungen (zuerst Spaten und Bagger, dann mit Band und Schere), bei der immer zwei Hand voll hochkarätige Persönlichkeiten anreisen, in der heutigen Zeit in Frage stellen. Dafür hat der Steuerzahler kein Verständnis (siehe oben). Solche Experten braucht und will der Bürger nicht.
Paul Kohler, Friedrichshafen